„Schwerer Verlust“
Gebhardt, Jung und Hein bedauern Rücktritt
[25.02.2010] Mit Bedauern reagieren führende Kirchenfrauen- und männer in Hessen auf den Rücktritt von Margot Käßmann von von allen kirchlichen Spitzenämtern.
"Besonders als Frau bedaure ich, dass Margot Käsmann nun nicht mehr die oberste Repräsentantin unserer evangelischen Kirche ist, weil sie eine besondere Fähigkeit hat, über ihre Person Theologie den Menschen nahezubringen", so Pfarrerin Esther Gebhardt, Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt am Main. Margot Käßmann sei sich aber auch am Schluss treu gebleiben und habe einen starken Abgang gewählt. "Das muss ja noch nicht das Ende von Margot Käsmann in der evangelischen Kirche sein."
„Mit hohem Respekt und großer persönlicher Anteilnahme“ nehmen auch Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, und Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, den Rücktritt der Landesbischöfin und EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann zur Kenntnis. Ihr Schritt, so heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, zeige die Aufrichtigkeit und den Mut, die sie schon immer ausgezeichnet habe, ebenso ihre hohe Achtung vor den Ämtern, die sie innehatte.
Die Evangelische Kirche verliere mit Margot Käßmann eine ihrer wichtigsten Führungspersönlichkeiten. „Für sie selbst ist diese Entscheidung konsequent, für die Evangelische Kirche ist sie ein schwerer Verlust", so Volker Jung (links)und Martin Hein (rechts).
"Die theologische Klugkeit, die seelsorgerliche Zugewandtheit zu den Menschen und die gewinnende Freundlichkeit von Frau Dr. Käßmann werden der evangelischen Kirche fehlen.“
Jung und Hein betonen, dass Margot Käßmann in all ihren Ämtern immer ihre hohen Qualitäten eingebracht habe, auch schon als Pfarrerin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. „Mit Sicherheit wird auch die künftige Arbeit von Frau Dr. Käßmann als Pastorin für viele Menschen wichtig und segensreich sein.“
Quelle: EKHN und EKKW

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