„Der Mensch braucht die Nacht“

EKHN-Referent für Umweltfragen Meisinger kritisiert Initiative für mehr Frachtflüge in der Nacht

[25.06.2010] „Nicht ‚Die Fracht braucht die Nacht’, sondern ‚Der Mensch braucht die Nacht’ müsste das Motto heißen, unter dem die Diskussion um das Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen stehen sollte.“ Mit diesen Worten kritisiert der Umweltpfarrer der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Hubert Meisinger, eine neue Initiative der Luftverkehrs- und Speditionswirtschaft.

Meisinger forderte, dass beim Nachtflugverbot „keinesfalls hinter die bisher getroffenen Entscheidungen zurück gegangen werden darf, um gesundheitliche Risiken von den Menschen im Flughafenumfeld fern zu halten.“ Stellvertretend für „viele andere Menschen in der Kirche und im hoch belasteten Flughafenumfeld“ äußerte Meisinger die Hoffnung, „dass das Bundesverwaltungsgericht bei seiner noch ausstehenden Entscheidung der Ansicht des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes folgt, dass 17 Nachtflüge deutlich zu hoch angesetzt sind.“

Dr. Hubert Meisinger ist Fachreferent für Umweltfragen im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN mit Sitz in Mainz.

Die Synode und die Kirchenleitung der EKHN hatten schon 2007 gefordert, dass das Nachtflugverbot mit einem Verzicht auf sämtliche planmäßigen Flüge in der sogenannten Mediationsnacht zwischen 23 und 5 Uhr im Planfeststellungsbeschluss verankert und umgesetzt wird. In mehreren Stellungnahmen hatten sich die Leitungsgremien der EKHN dafür ausgesprochen, die ursprünglich im Mediationspaket für den Flughafenausbau verankerte Balance zwischen Ökonomie und Ökologie zu wahren und nicht einseitig zu Lasten von Mensch und Umwelt aufzugeben.

Quelle: EKHN

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