Ein Zeichen der Anerkennung

24.01.2017

ERV-Ehemalige trafen sich und feierten ein Neujahrsfest

Angela Wolf

Gut die Hälfte folgten den 187 Einladungen von Ella Schrempp und Barbara Hedtmann am 12. Januar zur Neujahrsfeier der Kolleginnen und Kollegen des Evangelischen Regionalverbandes im Ruhestand. In redseliger Atmosphäre versammelten sich die Gäste am Nachmittag im Speisesaal des Dominikanerklosters. Zuvor fand unter Leitung von Stadtdekan Achim Knecht eine Andacht in der Heiliggeistkirche statt. Auch in diesem Jahr wurde die Andacht von Frank Hoffmann an der Orgel musikalisch begleitet.

Bei Kaffee und Kuchen gab es reichlich Gelegenheit, über die gemeinsame Zeit bei der Evangelischen Kirche Frankfurt zu plaudern. „Es waren wirklich wundervolle Jahre“, schwärmt Monika Roth, die als Kunstpädagogin in der Evangelischen Familienbildung seiner Zeit die Kreativwerkstatt mit aufbaute. Sie folgt der Einladung zur Ehemaligenfeier immer gern und wenn es terminlich passt. „Es ist eine wirklich schöne Sache, durch die jährliche Neujahrsfeier die Verbindung zur Evangelischen Kirche als auch zu den früheren Kolleginnen und Kollegen aufrecht erhalten zu können“, klinkt sich Ursula Grebe in das Gespräch mit ein. Sie war, gemeinsam mit Monika Roth, über 20 Jahr bei der Evangelischen Familienbildung und betreute dort das Bewegungsangebot.

Seit nun schon neun Jahren kümmert sich Ella Schrempp ehrenamtlich um die Organisation und Ausrichtung der Feier. Unterstützt wird sie hierbei von der noch aktiven Kollegin Barbara Hedtmann, Fachbereich I, Koordinationsstelle Erwachsenenbildung/Seniorenarbeit. Beide wirken sehr zufrieden an diesem Nachmittag und genießen es, ihre Gäste zu begrüßen. Diese erwartet nach dem reichlich gedeckten Kaffee- und Kuchenbuffet ein garantiert humorvoller Auftritt des EKHN- Evangelisches Kabarett Heiterkeit und Niedertracht. Zuvor und ganz traditionell wurde aber auch in diesem Jahr wieder um eine Spende der Gäste gebeten. Inge Wienert stellte die wichtige Arbeit von 17 Ost des Diakonischen Werkes vor. Die Frankfurter Einrichtung ist ein Tagestreff für Frauen in schwierigen Lebens- und Wohnsituationen. Als Ort der Begegnung bietet 17 Ost Frauen vielfältige Angebote. Entspannungsübungen, eine warme Dusche, die Möglichkeit, eine Postadresse zu hinterlegen – so soll es den Frauen gelingen, Stück für Stück wieder in einen strukturierter Alltag zu finden. Jedes Jahr, während der Organisationsphase, entscheiden Ella Schrempp und Barbara Hedtmann aus dem Bauch heraus, welche Hilfsorganisation in Frankfurt die Spende gut gebrauchen kann. Dann, nach dem gemeinsamen Abendessen klingt der Tag allmählich aus.

Traditionell ist die Neujahrsfeier überhaupt. Bereits 1966 wurden Kolleginnen und Kollegen im Ruhestand erstmals zu dieser Veranstaltung geladen. Jürgen Telschow, damaliger Leiter der Verwaltung, lag das Wohl seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders am Herzen und machte die Organisation zur Chefsache. „Die Mitarbeitervertretung setzte sich für mehr Betriebsgemeinschaft ein.“, so Telschow. „Es wurden Freizeitangebote geschaffen, ein Männerchor, eine Fußballmannschft. Und um die Ehemaligen wollten wir uns genauso kümmern.“ So wurde die Idee der Neujahrsfeier geboren. „Bei diesen Angeboten geht es um Anerkennung und Wertschätzung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Evangelischen Kirche.“ betont Jürgen Telschow. Und das blieb bis heute so. Dr. Achim Knecht unterstützt die Organisatorinnen mit einem jährlich festgesetzten Budget. „Und wenn hiervon nach der Feier noch etwas übrig bleibt, machen wir im Sommer einen gemeinsamen Ausflug. Dann können wir meist die Eintrittsgelder noch finanzieren“ erzählt Ella Schrempp und freut schon jetzt auf diesen gemeinsamen Tag mit ihren ehemaligen Kolleginnen und Kollegen.

Angela Wolf

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