Das Reformationsjubiläum stieß auf große öffentliche Resonanz und stärkt die Ökumene

27.10.2017

Evangelische Kirche Frankfurt zieht Fazit

Das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ steuert seinem Höhepunkt entgegen, am Dienstag, 31. Oktober 2017, wird es bundesweit mit einem offiziellen Feiertag begangen. In Frankfurt gibt es um 10 Uhr einen Festgottesdienst in der Sankt Katharinenkirche mit dem evangelischen Stadtdekan Achim Knecht und dem katholischen Stadtdekan Johannes zu Eltz. Aber auch in den Stadtteilen haben die Gemeinden eine Vielzahl an Gottesdiensten, Konzerten und Festveranstaltungen vorbereitet.

Zum Abschluss der Feierlichkeiten des Reformationsjubiläums in Frankfurt zieht der evangelische Stadtdekan Achim Knecht als Fazit: „Das Jubiläum hat das ökumenische Miteinander enorm vertieft, und ich bin sehr dankbar dafür, dass sich dadurch neue gemeinsame Perspektiven zwischen evangelischer und katholischer Kirche eröffnet haben.“ Beeindruckt zeigt sich der Stadtdekan auch von der großen öffentlichen Resonanz, auf die das Reformationsjubiläum in Medien und Veranstaltungen in Frankfurt gestoßen sei. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass das Anliegen der Reformation diskutiert wurde, dass sich Vertreterinnen und Vertreter aus gesellschaftlichen Bereichen wie Politik, Wirtschaft und Kultur mit diesem Thema auseinandergesetzt haben“, betont Knecht. Gerne schaue er auch auf das gelungene Fest am Pfingstmontag auf dem Römerberg zurück, das die Frankfurter Kirche zusammen mit der Landeskirche, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, veranstaltet hatte.

Prodekanin Ursula Schoen ist beeindruckt von inhaltlicher Tiefe und ökumenischer Weite
Prodekanin Ursula Schoen lobt in ihrem Resümee die zahlreichen Veranstaltungen der evangelischen Kirchengemeinden in Frankfurt: „Die musikalischen Schätze der evangelischen Kirchenmusik aus 500 Jahren wurden in diesem Jubiläumsjahr stadtweit und ortsnah zum Klingen gebracht. Musiker und Musikerinnen, beruflich Aktive und persönlich Engagierte, wirkten hier in einmaliger Weise zusammen.“ Sie zeigt sich beeindruckt von der „inhaltlichen Tiefe und ökumenischen Weite“, die die Gottesdienste und die anderen Veranstaltungen der Frankfurter Kirchengemeinden gehabt hätten. Die Reformation habe einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass Frankfurt bis heute eine „vielfältige und offene Stadt“ ist, und dafür stehe die evangelische Kirche auch in Zukunft.

Prodekan Holger Kamlah lobt die konstruktive und kritische Auseinandersetzung mit Luther
Auch Prodekan Holger Kamlah zeigt sich beeindruckt darüber, wie viele Menschen sich in den Veranstaltungen der Frankfurter Kirchengemeinden konstruktiv und kritisch mit der Person und dem Erbe Martin Luthers auseinandergesetzt haben“. Eine zentrale Rolle habe dabei auch Luthers Gedanke gespielt, dass sich die Kirche ständig verändern muss, wenn sie den Menschen die Botschaft von der Liebe Gottes kundtun will. Kamlah ist erfreut darüber, dass in den Kirchengemeinden viele Menschen über die Grundlagen des Lebens und Glaubens miteinander ins Gespräch gekommen sind. „Von nicht wenigen habe ich gehört, dass sie seit langer Zeit mal wieder zur Bibel in ihrem Bücherregal gegriffen und darin gelesen haben. Luther hätte seine Freude daran gehabt“, fügt der Prodekan hinzu.

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