Der ehemalige Frankfurter Stadtkirchenpfarrer und Filmexperte Werner Schneider-Quindeau ist gestorben

28.08.2017

Trauerfeier am Donnerstag, 31. August, um 18 Uhr in der Katharinenkirche

Die Evangelische Kirche Frankfurt trauert um ihren Pfarrer i.R. Werner Schneider-Quindeau, der am 24. August 2017 im Alter von 67 Jahren plötzlich und unerwartet gestorben ist. Am Donnerstag, 31. August, lädt die Evangelische Kirche in Frankfurt um 18 Uhr zu einer Trauerfeier für Werner Schneider-Quindeau in die evangelische Sankt Katharinenkirche an der Hauptwache in Frankfurt ein.

„Die Nachricht vom plötzlichen Tod Werner Schneider-Quindeaus hat mich sehr betroffen gemacht. Ich denke an die Angehörigen, vor allem seiner Frau gilt mein tiefes Mitgefühl und mein Gebet. Die Begegnungen und Gespräche mit Werner Schneider-Quindeau waren für mich theologisch bereichernd und haben dem Blick auf aktuelle Themen stets neue, wichtige Perspektiven verliehen. Der Stadtkirchenarbeit an der evangelischen Sankt Katharinenkirche, wo er bis 2014 wirkte, hat er interessante Impulse gegeben. Er hinterlässt in unserer Kirche eine große Lücke", sagte Stadtdekan Achim Knecht in einer ersten Reaktion.

Werner Schneider-Quindeau wurde am 23. Oktober 1949 in Gönnern geboren, studierte von 1968-1974 Evangelische Theologie und Philosophie in Bielefeld und Bethel, bevor er von 1975-1982 wissenschaftlicher Assistent an der Universität Göttingen wurde. Nach dem Vikariat übernahm er 1984 die Pfarrstelle in Walldorf. Von 1989-2000 war er Studienleiter am Theologischen Konvikt in Frankfurt am Main. In dieser Zeit gründete er auch den Förderverein des Fritz-Bauer-Instituts zur Geschichte und Wirkung des Holocausts. Den Vorsitz des Vereins führte der Vater von drei erwachsenen Kindern von 1993 bis 1999. Anschließend übernahm er die Pfarrstelle für Gesellschaftliche Verantwortung in Frankfurt, die er bis zum Jahr 2007 innehatte. Bis zu seinem Ruhestand im Dezember 2014 war Werner Schneider-Quindeau Pfarrer für Stadtkirchenarbeit an der evangelischen Sankt Katharinenkirche an der Frankfurter Hauptwache. Dort hat er mit verschiedenen Projekten versucht, Politik, Kunst und Frömmigkeit zusammen zu bringen. Neben zahlreichen Kunst- und Ausstellungsprojekten, die Schneider-Quindeau inszenierte, entwickelte er geistliche Formate wie das „Gebet für Frankfurt“ oder die Passantenseelsorge.

Bekannt geworden ist der Theologe auch als Filmexperte. Seit 1987 und bis zu seinem Tod war er Vorsitzender der Jury der Evangelischen Filmarbeit, von 1999-2003 war er dazu Filmbeauftragter des Rates der EKD.

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