Die Diakonie Frankfurt trauert um Gerald Hintze

28.12.2012

Langjähriger Kurator der Weißfrauen Diakoniekirche verstorben

Am Samstag, dem 22. Dezember 2012, verstarb der langjährige Kurator der Weißfrauen Diakoniekirche, Gerald Hintze, im Alter von 63 Jahren. Nach einem schweren Verkehrsunfall hatte er monatelang im Koma gelegen. Gerald Hintze war Diplom-Pädagoge mit Leib und Seele. Er etablierte die Weißfrauen Diakoniekirche des Diakonischen Werkes für Frankfurt am Main seit Anfang 2005 als einen kommunikativen Ort im Bahnhofsviertel, der die Stadtkultur entscheidend mitprägt. Hier brachte er Menschen aus den unterschiedlichsten Lebensumfeldern und gesellschaftlichen Kontexten zusammen: Künstler, Wohnsitzlose, Geschäftsleute, Familien, Nachbarn. Gerald Hintze betrachtete es als seine Lebensaufgabe, sozialer Arbeit und geistlichem Leben, Sozialem und Kultur, der Zukunft des Städtischen und der Gegenwart Gottes ein gemeinsames Dach und einen anregenden Ort zu geben. In der Weißfrauen Diakoniekirche organisierte er Veranstaltungen wie Kunstausstellungen, Events, Diskussionsrunden oder Andachten. Gemeinsam mit Diakoniepfarrer Dr. Michael Frase rief er 2004 die „Lange Nacht am Heiligen Abend" ins Leben, die seitdem Jahr für Jahr das Weihnachtsfest nicht nur für Wohnsitzlose zu einem besonderen Erlebnis macht. Sein Bahnhofsviertel liebte er und war gern gesehener Gesprächspartner für Menschen mit den verschiedensten Anliegen, ganz gleich ob in der Weißfrauen Diakoniekirche, auf der Straße, in Cafés oder Ateliers. Auch dem WESER5 Tagestreff für obdachlose Menschen galt sein großes Engagement. Unvergessen sind seine themenbezogenen Musikcafés, bei denen er unter dem Titel „Socialclub“ als DJ die Rock-, Pop und Jazz-Geschichte zum Klingen brachte. Mit Gerald Hintze verliert das Diakonische Werk für Frankfurt am Main einen zugewandten, feinsinnigen und kommunikativen Menschen, der stets auf der Suche nach neuen Wegen war, Diakonie in der Großstadt konkret erfahrbar und erlebbar zu machen und den Zusammenhang zwischen sozialen Fragen, Kunst und Kultur sowie Diakonie deutlich zu machen. Seine außergewöhnlichen Ideen, seine Tatkraft und sein Humor werden stets in Erinnerung bleiben.
Foto: Ilona Surrey

 

 

 

 

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