Gebäude, Spenermedaille, junge Geflüchtete und Offenbach waren Thema

14.09.2017

Das evangelische Kirchenparlament in Frankfurt hat getagt

Helga Häfner und Fred von Heyking wurden mit der Spenermedaille ausgezeichnet. Foto: Oeser

Flüchtlinge, gemeindliche Gebäudekonzepte, die Situation der Gemeinden in den Stadtteilen, die Verleihung der Spenermedaille an verdiente Ehrenamtliche, das Zusammengehen mit der Evangelischen Kirche in Offenbach – die Tagesordnung der Evangelischen Kirche in Frankfurt am Main bei der gestrigen Sitzung (13. September 2017) von Regionalversammlung und Stadtsynode war lang. Ein kurzer Hinweis auf die Reformationsjubiläumsfeierlichkeiten in Frankfurt rund um den 31. Oktober seitens des Evangelischen Stadtdekans Dr. Achim Knecht musste reichen, zu viel Tagesaktuelles stand im Großen Saal des Dominikanerklosters auf der Agenda.

Erklärung: Bessere Betreuung und Ausbildung von jungen Geflüchteten ist politische Kernaufgabe mit hoher Priorität
Für eine bessere Betreuung und Ausbildung junger Flüchtlinge tritt die Stadtsynode der Evangelischen Kirche Frankfurt in einer Erklärung ein, die sie am 13. September bei ihrer Tagung im Frankfurter Dominikanerkloster beschlossen hat. Dies sei eine politische Kernaufgabe, die mit hoher Priorität in Stadt, Land und Bund zu behandeln sei. „Ohne umfassende Programme und konkrete Konzepte mit entsprechender Finanzierung wird diese politische Kernaufgabe nicht gelingen; das kann uns teuer zu stehen kommen“, heißt es in der Erklärung. Zu den konkreten Forderungen gehören eine schnelle Überweisung junger Geflüchteter von der Erstaufnahmeeinrichtung in die Kommunen, damit durch den Besuch von Bildungseinrichtungen und -angeboten die Integration beginnen kann. Notwendig sei dafür unter anderem der Auf- und Ausbau von Sprachförder- und Integrationsklassen, die Schaffung von berufsqualifizierenden Maßnahmen sowie eine psychologische Versorgung der Kinder und Jugendlichen. Denn viele von ihnen seien traumatisiert, litten unter dem Verlust oder der Trennung von Eltern und Familie, seien psychisch instabil und neigten zu selbstaggressivem, teilweise auch zu aggressivem Verhalten gegenüber anderen. Zum Forderungskatalog gehören darüber hinaus ein gesicherter Aufenthalt für junge Geflüchtete für fünf Jahre, damit sie hier einen Schulabschluss oder eine Berufsausbildung machen können.

In Frankfurt wurden seit Januar 2014 über 7.000 Geflüchtete und unbegleitete minderjährige Ausländer aufgenommen, von denen heute über 5.000 in der Stadt leben. Mehr als 80 Prozent kommen aus unsicheren Herkunftsländern wie Afghanistan, Syrien, Irak und Eritrea, und über die Hälfte sind unter 25 Jahre alt.

Die Erklärung im Wortlaut:
Ausbildung und gesellschaftliche Integration junger Geflüchteter als politische Kernaufgabe

Der Stadt Frankfurt wurden seit Januar 2014 über 7.000 Geflüchtete und unbegleitete minderjährige Ausländer zugewiesen von denen heute über 5.000 in der Stadt leben. Mehr als 80% von ihnen kommen aus Afghanistan, Syrien, Irak und Eritrea, die als unsichere Herkunftsländer zu bezeichnen sind. Mehr als 55% von ihnen sind unter 25 Jahre alt.

Diese jungen Menschen und andere junge Migranten, die es nach Frankfurt zieht, werden die nächsten Jahre bei uns leben. Ihre Integration in unsere Gesellschaft und in unsere Stadt muss gelingen: Sie müssen die deutsche Sprache lernen, gut ausgebildet werden und sie benötigen einen Zugang zum hiesigen Arbeitsmarkt. Darüber hinaus ermöglichen Bildung und Ausbildung eine spätere Rückkehr ins Herkunftsland oder die Übersiedlung in ein anderes Land.

In Frankfurt setzen sich viele ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende in den Kirchen, bei den Wohlfahrtsverbänden, in sozialen Organisationen und Initiativen sowie in Behörden und Politik für die Integration von Geflüchteten in unserer Stadt ein. Als Frankfurter Stadtsynode danken wir ihnen allen für ihr Engagement und ihre gelebte Nächstenliebe.

Zugleich fordern wir die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung auf, die notwendigen Ressourcen für Sprachförderung, nachhaltige Beschulung und Ausbildung der jungen Flüchtlinge den Bedarfen entsprechend und dauerhaft zur Verfügung zu stellen, da es trotz erheblichen Engagements strukturelle Defizite gibt. Ohne umfassende Programme und konkrete Konzepte mit entsprechender Finanzierung wird diese politische Kernaufgabe nicht gelingen; das kann uns teuer zu stehen kommen.

Auch wenn sich die jungen Geflüchteten meist hochmotiviert und engagiert für ihrem

Kompetenzerwerb und ihre Integration einsetzen, wissen wir aus unserer kirchlichen Arbeit in Beratungsstellen, in Jugendhilfeeinrichtungen, in Integrationskursen und in der schulischen Begleitung der Sprachförderklassen um die konkreten Probleme bei der Integration:

  • Ein über Jahre ungeklärter Aufenthaltsstatus und Angst vor Abschiebung zermürbt die jungen Menschen, macht depressiv oder aggressiv, demotiviert im Lernprozess: Junge Menschen benötigen zum Lernen einen gesicherten Status und eine realistische Perspektive.
  • Deutsch zu lernen, die hiesige Kultur zu erfassen und einen Hauptschulabschluss zu bestehen, sind auch für hochmotivierte Geflüchtete weder einfach noch in kurzer Zeit zu schaffen: Junge Menschen benötigen Sprach- und Integrationskurse sowie schulische Angebote auch länger als zwei Jahre und über das 21. Lebensjahr hinaus.
  • Junge Geflüchtete sind oft traumatisiert, sie leiden unter dem Verlust oder der Trennung von Eltern und Familie, sie sind psychisch instabil und neigen zur selbstaggressivem, teilweise auch zu aggressivem Verhalten gegenüber anderen: Sie benötigen niederschwellige und qualifizierte psychosoziale therapeutische Hilfe.
  • Junge Geflüchtete brauchen weiterhin ehrenamtliche Begleitung und Kontakte zu Frankfurtern, die sie in Sportvereine mitnehmen und an anderen Freizeitaktivitäten teilhaben lassen sowie zu Ämtern und Ärzten begleiten. Ehrenamtliche benötigen öffentlich finanzierte Qualifizierung, fachliche Supervision und eine professionelle Begleitung.

Daher fordern wir:

  • Die schnelle Zuweisung junger Geflüchteter aus der Erstaufnahme in die Gebietskörperschaft, eine schnelle und grundsätzliche Vermittlung in Sprachförder- und Integrationskurse, schnelle und gut begleitete Integration in Kita und Regelschulklassen bis zur Oberstufe.
  • Investitionen in den Auf- und Ausbau von adäquaten Sprachförder- und gesonderten Integrationsklassen über die Schulpflicht und die Dauer von zwei Jahren hinaus als schulische Förderung bis zum 27. Lebensjahr. Dies muss mit einer erweiterten sozialpädagogischen Begleitung der Schülerinnen und Schüler verbunden werden.
  • Investitionen zur Schaffung von berufsqualifizierenden Maßnahmen mit externem Hauptschulabschluss sowie Finanzierung von Praktikumsplätzen in der Wirtschaft.
  • Keine Androhung von Abschiebungen in Krisen- und Kriegsgebiete, sondern einen gesicherten Aufenthalt für junge Geflüchtete aus diesen Ländern für 5 Jahre zur Erlangung eines Schulabschlusses bzw. einer Ausbildung.
  • Den Aufbau einer psychosozialen Versorgungsstruktur für Geflüchtete, also eine Finanzierung für psychologische Krisenintervention, therapeutische Angebote sowie für die psychosoziale Qualifizierung der Mitarbeitenden in Flüchtlingsunterkünften und Jugendhilfeeinrichtungen.
  • Keine Verlängerung der Aussetzung des Familiennachzugs für Geflüchtete mit subsidiärem Schutz über März 2018 hinaus.

Wir fordern die politischen Parteien, die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker sowie die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in kommunalen wie staatlichen Behörden und Institutionen auf, die Betreuung, Beschulung und Ausbildung der jungen Geflüchteten zu verbessern und als politische Kernaufgabe mit hoher Priorität in Stadt, Land und Bund zu behandeln.

Gebäudekonzepte um zehn weitere Jahre verlängert
In die Gebäudethemen führte Friederike Rahn-Steinacker, Leiterin der Bauabteilung des Evangelischen Regionalverbandes, ein. Verschiedene Faktoren beeinflussten das Thema, darunter die Pfarrstellenbemessung und eventuelle Zusammenschlüsse von Gemeinden, „Es handelt sich um einen Prozess“, sagte Rahn-Steinacker, mit Blick auf den Tagesordnungspunkt „Pfarrhauskonzept“, aber auch auf die geplante Verlängerung des Gebäudekonzeptes.

Bei den Pfarrhäusern wird aktuell ein Sanierungsbedarf in Höhe von 1,745 Millionen Euro konstatiert, unter anderem soll er finanziert werden durch die Auflösung von Kapitalanlagen. Eine Quelle der Finanzierung von Baumaßnahmen in Gemeinden soll die Abgabe von Flächen sein- wenn möglich in Form von Erbpacht.

2008 hatte die Evangelische Kirche in Frankfurt ein auf zehn Jahre angelegtes Gebäudekonzept beschlossen. Ausgangslage war eine Ist-Fläche von mehr als 20.000 Quadratmetern in den Frankfurter Kirchengemeinden. Wegen der sinkenden Mitgliederzahlen stehen diesen aber nur insgesamt 7.180 Quadratmeter zur Verfügung. Deshalb haben die Frankfurter Kirchengemeinden in der Folgezeit Gebäudekonzepte entwickelt, um die überschüssigen und nicht mehr finanzierten Flächen zu verringern. Das Konzept wird um weitere zehn Jahre – bis 2027 fortgeschrieben. Rahn-Steinacker stellte einige Bauprojekte vor, darunter das am 3. September eröffnete neue Gemeindehaus der Kirchengemeinde Hausen, und resümierte, dass das Gebäudeprogramm zu einer Reihe von attraktiven Neubauten geführt habe. Mit großer Mehrheit entschieden sich die Delegierten für die Fortführung und Weiterentwicklung des Gebäudekonzeptes und für die Annahme des Pfarrhauskonzeptes.

 

Jahresberichte der Prodekane
In ihrem Jahresbericht zur Situation der Gemeinden in den Stadtteilen, sagte die für den Dekanatsbereich Süd-Ost zuständige Prodekanin Dr. Ursula Schoen, den Kirchen komme große Bedeutung zu, in den Stadtteilen nähmen die Menschen zuallererst Kirchengebäude wahr. Zugleich warnte sie vor Begehrlichkeiten, „Steinen“ den Vorrang vor Menschen einzuräumen. Die Stärkung der Ökumene – nicht zuletzt mit Blick auf den 2021 in Frankfurt anstehenden Ökumenischen Kirchentag machte sie zu einem Fokus ihres Berichts sowie die kirchliche Erinnerungskultur. Das Gedenken an Verfolgte des NS-Regimes etwa stoße auch bei Kirchenfernen auf Interesse.

Prodekan Holger Kamlah mahnte bei der Gebäudedebatte, sich an die beschlossenen Zahlen zu halten. Er berichtete zudem über Entwicklungen in seinem Dekanatsbereich Nord-West. Ein Thema, das ihn stark bewege, sei die Belastung der Kirchenvorstände. Bei zurückgehenden Pfarrstellenzahlen hätten die Ehrenamtlichen zunehmend Aufgaben zu bewältigen, insbesondere im Bereich der Kitas. Da gebe es Gespräche mit der Diakonie Frankfurt des Evangelischen Regionalverbandes. Eine Möglichkeit der Entlastung sei auch die Beschäftigung von Verwaltungsassistenzen.

 

Neue Flüchtlingsunterkunft
Stadtdekan Dr. Achim Knecht teilte in seinem aktuellen Bericht mit, dass der Vorstand ein Bauprojekt für die dauerhafte Unterbringung von Flüchtlingen auf den Weg gebracht habe. Rund 50 Flüchtlinge sollen in zwölf Wohneinheiten einziehen können, die längerfristig auch für andere Wohnungssuchende zur Verfügung stehen. Im Blick auf die anstehenden Bundestagswahlen sagte Knecht sagte in seiner Rede: „Wir sollten übrigens die Bedeutung der anstehenden Bundestagswahlen für den Umgang mit diesen Menschen, die in Deutschland Schutz und Unterstützung gesucht haben, nicht gering schätzen.“ Er forderte dazu auf, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen und „die Kräfte in unserem Land zu stärken, die in unserem Sinne für einen gerechten und barmherzigen Umgang mit Geflüchteten eintreten“.

 

Frankfurt und Offenbach werden eins
Zum 1. September 2019 werden Frankfurt und Offenbach eins – jedenfalls was die kirchlichen Strukturen betrifft. Eine Steuerungsgruppe, die aus Vertreterinnen und Vertretern beider Dekanate und Gemeindeverbände besteht, hat nun in einem Zwischenbericht am 13. September 2017 vor der Frankfurter Stadtsynode die Eckpunkte der neuen Struktur vorgestellt, über die Einigkeit erzielt wurde. Das Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach soll in zwei Dekanatsbereiche gegliedert werden, Nord-West und Süd-Ost. Zu letzterem werden die evangelischen Kirchengemeinden in Offenbach gehören, für den Prodekanin Ursula Schoen zuständig sein soll. Auch der Kirchengemeindeverband Offenbach und der Evangelische Regionalverband Frankfurt (ERV) sollen ab 2019 zusammengeführt werden. Geplant ist ferner, dass die Offenbacher Kindertagesstätten und die Diakoniestation in den Fachbereich II (Diakonie) des Evangelischen Regionalverbandes integriert werden. Der Gemeindepädagogische Dienst und die Evangelische Familienbildung in Offenbach werden in den Fachbereich I Beratung, Bildung, Jugend des ERV eingegliedert. Wie Stadtdekan Achim Knecht der Stadtsynode mitteilte, sollen für die Kirchengemeinden beider Städte möglichst einheitliche Standards entwickelt werden. Und für alle Arbeitsverhältnisse im Dekanat Offenbach soll es einen Bestandsschutz geben.

 

Spenermedaille an Helga Häfner und Fred von Heyking verliehen
Für ihr gemeindliches Engagement für den Weltgebetstag, der alljährlich am ersten Freitag im März weltweit begangen wird und für Frauen, die in Frankfurt in Haft sind, hat sich die gelernte Kinderpflegerin Helga Häfner in den vergangenen Jahrzehnten besonders engagiert. Gewürdigt wurde der Einsatz der Vorsitzenden des Stadtverbands Frankfurt der Evangelischen Frauen heute mit der Verleihung der Philipp-Jakob-Spener-Medaille. Die Auszeichnung, mit der ehrenamtliches Engagement für die Evangelische Kirche in Frankfurt am Main geehrt wird, ging zudem an Fred von Heyking, Jahrgang 1937, der sich seit langem in der Evangelischen Regenbogengemeinde, Sossenheim, früher Dunant- und Tiberiasgemeinde, engagiert. Der aus der Gegend von Riga stammende frühere kaufmännische Mitarbeiter der GTZ, heute GIZ, hat sich als im Kirchenvorstand nicht nur um den Fusionsprozess gekümmert, er trug auch Verantwortung für die pädagogischen Mitarbeiter der Gemeinde, auf Stadtebene engagierte er sich in der Evangelischen Regionalversammlung.

„Das Wort Gottes reichlich unter uns zu bringen, das hat Helga Häfner immer schon bewegt“, sagte Pfarrerin Christine Streck-Spahlinger, Mitglied des Vorstandes der Evangelischen Kirche in Frankfurt am Main und Pfarrerin der Evangelischen Nazarethgemeinde, in ihrer Laudatio auf die 67-Jährige. In der Jugend engagierte sich Häfner in der Evangelischen Versöhnungsgemeinde im Frankfurter Gallus, dort traf sie auch ihren Ehemann Gerhard. Seit den siebziger Jahren wohnt das Paar am Dornbusch und betätigt sich auf vielerlei Weise in der Dornbuschgemeinde. Selbst einer der beiden Söhne, Jahrgang 1975, sitzt dort inzwischen neben dem Vater im Kirchenvorstand. Der ältere Sohn gehört in seiner Heimatgemeinde im Taunus dem Kirchenvorstand an.

In den achtziger Jahren stieß Helga Häfner zum Frauenkreis der Dornbuschgemeinde. Ab 1993 leitet sie ihn. In dieser Funktion arbeitete sie mit im Stadtverband der Evangelischen Frauenhilfe, seit 2009 ist sie Vorsitzende des Zusammenschlusses, der sich 2010 einen neuen Namen gab: „Evangelische Frauen – Stadtverband Frankfurt am Main e.V.“ Streck-Spahlinger zitierte in ihrer Ansprache aus der Satzung: „Der Verband trägt, stärkt und fördert Frauen in ihrem Glauben sowie in ihren Tätigkeiten in ihren Frauengruppen, Ortsgemeinden, Kirchengemeinden und in der Gesamtkirche.“ Die Rednerin dankte Häfner: „dass sie ihre Gaben und Erkenntnisse einbringen“. Im Sinne des Namensgebers der Auszeichnung verwandle sie die Worte in Taten.

Über die anstehende Konfirmation eines Kindes stieß von Heyking, der von Riga aus über Polen an den Main kam, einst zum Gemeindeleben. Der frühere Dekan Hans Blum habe ihn dazu gebracht, „der ist hingegangen und hat die Eltern besucht“. Das hatte Folgen: 1982 erhielt von Heyking die Bevollmächtigung zum Prädikanten, die Beauftragung als fortgebildeter Laie Gottesdienste zu halten, 1986 trat er in den Kirchenvorstand der Dunantgemeinde ein. Daraus erwuchs so einiges. 30, 40 Stunden hat er monatlich für das Ehrenamt verwandt, bevor er diesen Sommer kürzertrat, der eigenen und der Gesundheit seiner Frau zuliebe.

Auch bei den von Heykings erstreckt sich das kirchliche Engagement auf die ganze Familie. Seine Frau hat lange Jahre im Gemeindebüro der Regenbogengemeinde gearbeitet, seine Tochter übernahm gleichfalls gemeindliche Verwaltungsaufgaben. Er selber hat auch ein Händchen für Zahlen und Organisation. Die berufliche Tätigkeit in der Entwicklungshilfe, wo er von Eschborn aus, Aktivitäten im arabischen Raum koordinierte, kam ihm da auf vielerlei Weise zupass. Organisationstalent, schnelles Reagieren und Umgehen mit anderen Kulturen – das war auch im Ehrenamt gefragt.

Hintergrund
Die Philipp-Jakob-Spener-Medaille ist als Auszeichnung für Personen gedacht, die sich in besonderer Weise um die Erfüllung des kirchlichen Auftrags verdient gemacht haben in der Stadt Frankfurt. Benannt ist sie nach Philipp-Jakob Spener, der im 17. Jahrhundert Senior des Predigerministeriums und damit Erster Pfarrer der Frankfurter Pfarrerschaft war und der mit seiner programmatischen Schrift „Pia Desideria“ zum Begründer des Pietismus wurde. Der Evangelische Regionalverband hat die Spenermedaille, die in der Höchster Porzellanmanufaktur gefertigt wird, 1999 aus Anlass seines hundertjährigen Bestehens gestiftet.

 

Simone Frank neues Mitglied im Vorstand der Frankfurter Kirche
Die 48 Jahre alte Simone Frank wurde vom Kirchenparlament neu in den Vorstand von Evangelischem Regionalverband und Evangelischem Stadtdekanat Frankfurt am Main gewählt. Die Rechtsanwalts- und Notariatsgehilfin, verheiratet, Mutter von drei Kindern, ist seit ihrer Jugend in der Evangelischen Dankeskirchengemeinde, Goldstein, verwurzelt. Die Nachwahl war notwendig geworden, weil Dr. Christine Ulmke aus beruflichen Gründen von ihrem Amt zurückgetreten war.

 

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