Jahresbericht der Hilfe im Nordend erschienen

16.02.2017

In der Evangelischen Luthergemeinde ansässige Initiative bietet seit 25 Jahren Langzeitarbeitslosen Perspektiven

Die in der Evangelischen Luthergemeinde ansässige „Hilfe im Nordend“ (HIN) bietet Langzeiterwerbslosen einen Rahmen, in dem sie ihre Ideen und Kreativität einbringen und umsetzen können. „Begegnung, Beratung und Beschäftigung“ heißt das Konzept. Was das bedeutet, ist im Jahresbericht 2016 nachzulesen, der jetzt erschienen ist.

„In den 531 Beratungsgesprächen, die im Jahr 2016 geführt wurden, waren körperliche Erkrankungen, psychische Probleme und Konflikt- und Krisensituationen die weitaus häufigsten Gründe die Beratung aufzusuchen“, sagt Michael Eismann, geschäftsführender Sozialarbeiter der Hilfe im Nordend. „Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt waren die großen finanziellen Probleme, die „Hartz IV“ mit sich bringt, denn das Arbeitslosengeld II ist einfach nicht ausreichend, um in Frankfurt menschenwürdig zu leben.“

Gelegenheit zur berufsbezogenen Weiterentwicklung ermöglichte die HIN ihren 62 Teilnehmenden mit 34 Fortbildungen. In den vergangenen Jahren wurde das Fortbildungsangebot stark erhöht, um den Kürzungen in der Förderung von Langzeiterwerbslosen durch die Agentur für Arbeit beziehungsweise des Jobcenters entgegenzuwirken. Von den Fortbildungen im Berichtsjahr profitierten vor allem Frauen. Ihre Zahl hat sich seit 2007 um den Faktor zehn erhöht.

Eine weitere Säule des Vereins stellt der Hilfsdienst der HIN dar: Er bietet den Erwerbslosen Beschäftigung gegen eine Aufwandsentschädigung, die geringfügig sein muss, um keine Kürzung von Leistungen nach sich zu ziehen. Im Hilfsdienst für alte und kranke Menschen wurden 2016 mehr als 2.400 Arbeitsstunden geleistet. Seit seiner Gründung im Jahr 1991 wurden insgesamt 2.180 Aufträge von 158 Erwerbslosen übernommen und dabei 284 alte und kranke Menschen betreut.

Die Hilfe im Nordend ist ein Modell, das seit nunmehr 25 Jahren Erfolg hat: Sie eröffnet Räume für Initiativen und fördert Hilfe zur Selbsthilfe. Im vergangenen Jahr wurden dementsprechend auch nahezu alle Freizeitaktivitäten im Verein – von Ausflügen und Wanderungen über Workshops bis hin zu Kinobesuchen – von den Teilnehmenden selbst organisiert.

Die HIN ist als Verein der Evangelischen Luthergemeinde organisiert, stadtweit gut vernetzt, finanziert wird sie unter anderem auch durch die Frankfurter Arbeitsmarktprogramm-Agentur (FRAP).

Getragen wird sie jedoch durch das Engagement vieler: Die Bäckerei Kronberger spendet von Beginn an jeden Montag Kuchen für den Offenen Treff und verschenkt nicht verkaufte Backwaren an Besucher und Besucherinnen der HIN. Die ehemalige Direktorin des Sozialgerichts Fulda, Hedi Vogel, bietet zuverlässige Beratung an. Und nicht zuletzt ist die HIN durch Michael Eismann geprägt, dem langjährig dort tätigen Sozialarbeiter.

Kontakt zur Hilfe im Nordend mit Informationen zu der Arbeit, zu den Leistungen des sozialen Hilfsdienstes für alte und kranke Menschen, zu Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren unter der Telefonnummer 069 490573 oder unter der E-Mail-Adresse hin@luthergemeinde-ffm.de. Hier kann auch der Jahresbericht bestellt werden.

Spendenkonto: Evangelische Bank, IBAN: DE85 5206 0410 0004 0034 11. Spendenbescheinigungen werden gerne ausgestellt.

HIN

 

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