Musik in festlichem Glanz

01.11.2017

Konzerte zum Jubiläum in der Sankt Katharinenkirche und der Heiliggeistkirche

Ein ganz anderer Raum: die evangelische Sankt Katharinenkirche beim Festkonzert zum Reformationsjubiläum Foto Rolf Oeser

Farbig und üppig dekoriert schimmerte am Tag des Reformationsjubiläums das Deckengewölbe der evangelischen Sankt Katharinenkirche an der Hauptwache. Eine Vielzahl an Motiven tummelte sich unter dem Dach - doch der barocke Schmuck war eine Illusion. „Casa Magica“, dahinter verbirgt sich das Lichtkünstlerpaar Sabine Weißinger und Friedrich Förster, zauberte die Gemälde an die Decke. Die Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung zu Frankfurt am Main machte der Stadt Frankfurt, in deren Eigentum sich die Sankt Katharinenkirche als eine der Dotationskirchen befindet, das Konzert zum Geschenk.

Keine Illusion, sondern äußerst stimmungsvoll und real war die Musik, die unter der Leitung von Michael Graf Münster in der Katharinenkirche zu hören war. Von Johann Andreas Herbst (1588-1666) erklang das mehrchörige Festkonzert für die Freie Reichsstadt Frankfurt, nämlich der „Danck- und Lobgesang auß dem 107. Psalm des Königlichen Propheten David“. Von Georg Friedrich Händel (1681-1759) war zu hören das Konzert für Orgel und Orchester A-Dur und von Georg Philipp Telemann (1681-1767) „Deus, judicium tuum“. Von Johann Sebastian Bach – Georg Philipp Telemann gab es „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“. Ein brillantes Solistenensemble trug zum festlichen Eindruck des Abends bei – stellvertretend sei nur der Bassbariton Thomas Peter in Telemanns Bravourkantate „Der Herr ist König“ genannt. Das Bach-Collegium Frankfurt spielte auf historischen Instrumenten.

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Posaunen und Trompeten zum Jubiläum - zusammengeführt von Landesposaunenwart Frank Vogel Foto Bettina Behler

Zur gleichen Stunde, ebenfalls um 18 Uhr, begann in der Heiliggeistkirche am Dominikanerkloster das Konzert "Luthers Lieder: modern?!". Unter der Leitung von Frank Vogel, Landesposaunenwart der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau traten Posaunenchöre der Bezirke Frankfurt und Starkenburg zusammen mit dem Auswahlensemble der EKHN Blech pur auf. Professor Rainer Hofmann steuerte Texte zu dem Festprogramm bei.

Zeitgenössisches, etwa eine Komposition von Anne Weckeßer, Jahrgang 1973, traf auf Werke von Claudio Monteverdi (1567-1643) oder auch Johann Sebastian Bach (1685-1750). Johann Eccard, Heinrich Schütz, Giovanni Gabrieli, alles Komponisten, die im Jahrhundert der Reformation wirkten, waren zu hören. Das Lied  "Ein feste Burg" des Reformators Martin Luther inspirierte Christian Sprenger, Jahrgang 1976, zum Abschlussstück des Abends: einer Choralfantasie.

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