Sportliches und Geistliches

14.10.2015

Pfarrer und Flüchtlinge gemeinsam beim Frankfurt-Marathon / Stadtdekanat und Landeskirche sind vertreten

Prodekan Holger Kamlah, der aus Eritrea geflüchtete Anday Teklu Abrham, Stadtdekan Dr. Achim Knecht und Pfarrer Thomas W. Stephan, Niederrad (von links nach rechts). Foto: Rolf Oeser

Beim Frankfurt-Marathon am 25. Oktober werden der evangelische Stadtdekan Achim Knecht und Prodekan Holger Kamlah in einer gemischten Staffel mit zwei Flüchtlingen aus Eritrea antreten, gestartet wird um 10.25 Uhr. Die vier teilen sich die Distanz von 42,195 Kilometern untereinander auf. Die Idee dazu stammt von Pfarrer Thomas W. Stephan aus Niederrad, der ein passionierter Läufer ist – und deshalb selbst auch den gesamten Marathon laufen wird. Die beiden Eritreer leben zurzeit in einer Flüchtlingsunterkunft in Niederrad und sind bereits seit einiger Zeit gemeinsam mit Pfarrer Stephan in einem Lauftreff.

Das Motto der Aktion stammt von der Christlichen Kommission für Migranten in Europa (CCME) und heißt „Wir laufen zum Spaß, Flüchtlinge nicht“: In Europa besitzt man das Privileg, zum Spaß laufen zu können, während Flüchtlinge um ihr Leben rennen. Der erste Läufer ist Hanibal Tehumzig, er wird 12,5 km vom Start bis zur Wechselzone Kurt-Schumacher-Straße (BHF Zeil, Konstablerwache) unterwegs sein. Als nächstes geht Stadtdekan Dr. Achim Knecht auf die Strecke, er wird 6,5 Kilometer zurücklegen bis zur Wechselzone Goldsteinstraße/Lyoner Straße (BHF Niederrad). Anschließend übernimmt  Prodekan Holger Kamlah, seine Route beträgt 9,5 Kilometer und führt bis zur Wechselzone Oeserstraße/Kerbeplatz (BHF Nied). Abschlussläufer ist  Anday Teklu Abrham, er hat 13,5 Kilometer vor sich bis zum Zieleinlauf an der Festhalle bei der Messe Frankfurt.

Interreligiöse Staffeln

Das Logo „Laufen für Frieden und Verständigung“ schmückt  die Laufshirts der Interreligiösen Staffeln beim Frankfurt Marathon. Als ein Zeichen von Frieden und Verständigung unter den Religionen und Kulturen machen sich vier Staffeln mit jeweils vier Läuferinnen beziehungsweise Läufern auf die über 42 Kilometer lange Strecke. Als ganzes Team treffen sie sich dann vor dem Ziel, um gemeinsam den Einlauf in der Festhalle genießen zu können. Frieden und Verständigung werden durch die Probleme der Weltpolitik, die uns mit den Flüchtlingen ganz nahe kommen, besonders in den Fokus gerückt. Die Laufshirts wurden vom „Arbeitskreis Kirche und Sport der EKHN“ finanziert. 

Der Marathon wird im Kopf bewältigt!? - Ökumenischer Gottesdienst

Die Zeit der Vorbereitung, das intensive Training ist nun abgeschlossen. Der Körper ist auf den Marathon vorbereitet. Was passiert jetzt im Kopf?  Laufzeitschriften weisen  regelmäßig auf ein zusätzliches Mentaltraining zur Wettkampfvorbereitung hin. Denn auch die Gedanken entscheiden darüber, wie ich laufe: Setze ich mich unter Druck, will unbedingt etwas erreichen oder laufe ich locker und freue mich einfach daran, dabei zu sein. Die innere Haltung beeinflusst ebenso die Bewältigung des Marathons. Kann ich also auch meine Gedanken trainieren? Kann ich ihnen gute Nahrung geben? Kann uns dafür die Bibel Quelle der Ermutigung sein und uns Nahrung für Körper, Seele und Geist geben? 

Mit diesen Fragen setzt sich der Gottesdienst beim Frankfurt Marathon in diesem Jahr auseinander. „Der Marathon wird im Kopf bewältigt!?“ so fragen und ermutigen soll er alle, die sich in einem Gottesdienst auf das große Ereignis am nächsten Tag vorbereiten möchten. Der Gottesdienst findet statt am Samstag, 24. Oktober 2015, um 18 Uhr im Blauen Saal der Festhalle. Die Predigt hat Pfarrerin Manuela Bünger übernommen. Sie ist selbst eine engagierte Läuferin und sie hat schon viele Menschen aus ihrer Gemeinde fürs Laufen begeistert. Wie dabei Kopf und Körper, gute Gedanken und angemessenes Training zusammenwirken, davon wird sie berichten.

Die Gestaltung des ökumenischen Gottesdienstes liegt in den Händen von Gabriele Braun-Hefter seitens der katholischen Kirche und bei Pfarrer Tony Jung-Hankel, evangelische Kirche. Der Posaunenchor Schwalbach wird seine vielfältigen musikalischen Qualitäten zu Gehör bringen.

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