Socius

Ehrenamtliche begleiten Migrantinnen/Migranten und Flüchtlinge im Frankfurter Alltag

Der Evangelische Regionalverband Frankfurt am Main bildet in seinem Ausbildungsprogramm Socius auch 2016 36 ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren, die Migrantinnen und Migranten sowie Flüchtlinge im Alltag begleiten.

Eine Teilnahme an der Ausbildung ist erst wieder 2017 möglich.

 

Wir bereiten Sie auf Ihre Tätigkeit vor

In mehreren Abend-, Tages- und Wochenendseminaren werden sie geschult zu Themen wie rechtliche, soziale und psychosoziale Situation von Migrantinnen und Migranten, Institutionen und Integrationsansätze in der Stadtgesellschaft sowie Diskriminierung und Rassismus.

Im praktischen Teil unterstützen die Mentorinnen und Mentoren eine/n Mentee der „Sozialberatung für Migranten und Flüchtlinge“ und „Beratung und Therapie für Flüchtlinge“ des Evangelischen Regionalverbandes im Alltag. Dabei werden sie von der Praxiskoordinatorin, die für die Betreuung der Tandems zuständig ist, intensiv begleitet. Über ihre Erfahrungen können sie in der Supervision sprechen.

Durchschnittlich verbringen Mentor und Mentee circa zwei Stunden pro Woche miteinander. Die Unterstützung ist dabei ganz auf die persönlichen Bedürfnisse der Mentees abgestimmt: Das Spektrum reicht von der Hilfe bei Behördengängen über gemeinsame Freizeitaktivitäten und das Erkunden der Stadt bis hin zur Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. So fördern Sie die Autonomie der Mentees und helfen ihnen, ihre individuelle Lebenssituation zu verbessern.

 

Die Ausbildung zur Mentorin/zum Mentor

Damit Sie die Migranten/innen und Flüchtlinge optimal begleiten können, bieten wir Ihnen eine Ausbildung an, die einen theoretischen und einen praktischen Teil beinhaltet. Die theoretischen Unterrichtseinheiten finden in Form von Abend-, Tages- und Wochenendseminaren statt.

Sie erhalten Informationen zu den Themenfeldern:

1. Kommunikation und Beratungskompetenzen
2. Angebote in der Stadtgesellschaft für Zugewanderte
3. Integration, Recht und Politik
4. Selbstreflexion

Die Seminare werden von einer erfahrenen Studienleitung gestaltet. Zu speziellen Themen werden Fachreferentinnen und -referenten eingeladen.

Im praktischen Teil der Ausbildung unterstützen Sie bereits eine/n Mentee. Dabei werden Sie von der Praxiskoordinatorin intensiv begleitet.

Nach Ihrer Ausbildung haben Sie die Möglichkeit, an Studientagen teilzunehmen, in denen Themen aus der Praxis bearbeitet werden.

 

Organisatorisches

Die Ausbildung findet in zwei festen Gruppen statt. Bei allen Seminaren kümmern wir uns um die Verpflegung, bei Wochenendveranstaltungen auch um die Unterkunft. Am Ende der Ausbildung erhalten Sie ein Zertifikat als Mentorin bzw. Mentor der Sozialberatung für Migranten und Flüchtlinge. Danach entscheiden Sie, ob Sie ein weiteres Jahr als Mentorin oder Mentor für den Evangelischen Regionalverband Frankfurt tätig sein werden. Falls ja, übernehmen wir die vollen Kosten der Qualifizierung für Sie. Andernfalls stellen wir Ihnen einen Eigenanteil von 800 Euro für Unterkunft, Verpflegung und Seminarausgaben in Rechnung.

Die maximale Teilnehmerzahl der zwei Ausbildungsgruppen liegt bei 36 Personen.

 

Folgendes sollten Sie mitbringen

Freude am Umgang mit Menschen, den Willen, sich für die Begleitung und Stärkung von Migrantinnen und Migranten sowie Flüchtlingen zu engagieren,die Bereitschaft, ein qualifiziertes Ehrenamt in der evangelischenKirche zu leisten,den Wunsch, Ihre persönlichen Kompetenzen zu erweitern, Zeit, kontinuierlich an den Qualifizierungsveranstaltungen teilzunehmen, ein Mindestalter von 21 Jahren.

 

Mit Unterstützung von:
Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt
Evangelische Zukunftsstiftung Frankfurt am Main
Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, gefördert durch den Flüchtlingsfonds der EKHN
Stiftung Citoyen

 

Weiterführende Informationen

Stephanie Höhle, Referentin für Interkulturelle Koordination
E-Mail: stephanie.hoehle@frankfurt-evangelisch.de Tel.: 069 92105-6681

Artikel über ein Socius-Tandem auf evangelisch.de